Die Handlupe – mobil und vielseitig

Eine Handlupe ist ein nützliches Werkzeug und vielseitig in Hobby, Beruf und Alltag einsetzbar. Doch was kann sie leisten und was nicht? Darauf gibt der folgende Artikel Antwort.

Wie funktioniert sie?

Die Handlupe besitzt eine in einer Griffhalterung befestigte Konvexlinse, die eine vergrößerte Darstellung eines Objekts ermöglicht.

Warum gleichen sie eine Leseschwäche nicht aus?

Im Gegensatz zu einer Brille, bei der die Linsen so geschliffen sind, dass sie eine Leseschwäche ausgleichen, dient sie nur der Vergrößerung. Deshalb kann sie vor allem bei bestehender Hyperopie (Weitsichtigkeit) und Presbyopie (Alterssichtigkeit) als Lesehilfe genutzt werden.

Wer braucht eine Handlupe?

Sie kann immer dann eingesetzt werden, wenn es darum geht, kleinste Details zu erkennen. So profitieren beispielsweise von ihr:

  • Briefmarkensammler
  • Modellbauer
  • Bastler und Tüftler
  • Feinmechaniker

Aber auch beim Sticken, beim Zeichnen oder beim Erkunden der Natur kann sie gute Dienste leisten. Oft sind auf Etiketten Angaben wie Zutaten besonders klein gedruckt. Auch hier kann sie sehr hilfreich sein. Insgesamt bietet sie zahlreiche Vorteile:

  • Sie vergrößert selbst kleinste Details.
  • Sie kann als Lesehilfe genutzt werden.
  • Sie ermöglicht feine Arbeiten, bei denen es auf Präzision ankommt.
  • Sie entlastet die Augen.
  • Sie ist handlich und kann überall hin mitgenommen werden.

Welche Vergrößerung bietet sie?

Folgende Vergrößerungen sind üblich:

  • 2-fach (4 Dioptrien)
  • 3-fach (8 Dioptrien)
  • 4-fach (12 Dioptrien)
  • 6-fach (20 Dioptrien)
  • 8-fach (28 Dioptrien)
  • 10-fach (36 Dioptrien)

Es gibt sie auch mit höheren Vergrößerungswerten. Doch für den Gebrauch im Alltag sind diese Werte zumeist ausreichend. Bei der Ermittlung des ungefähren Dioptrienwertes wird die Formel „Vergrößerungswert – 1 * 4“ benutzt.

Ist eine Handlupe auch für Brillenträger geeignet?

Natürlich kann sie auf Dauer kein Ersatz für eine Brille sein, doch als Lesehilfe ist sie für Brillenträger sehr gut geeignet.

Welche Ausführungen gibt es bei der Handlupe?

Es wird grob zwischen der Leselupe und der Detaillupe unterschieden. Dabei ist das Hauptunterscheidungsmerkmal die Vergrößerung. Bei einer etwa 2-fachen bis 5-/6-fachen Vergrößerung spricht man von einer Leselupe. Eine Handlupe mit einer höheren Vergrößerungsleistung wird Detaillupe genannt. Sie kann bei einer stärkeren Augenschwäche auch als Leselupe genutzt werden, findet aber zumeist in Beruf und Hobby ihren Einsatz.

Aus welchen Materialien besteht eine Handlupe?

Je nach Material kann ihre Linse aus Acryl oder aus Glas bestehen. Gut verarbeitete Acryllinsen stehen dabei in puncto Qualität herkömmlichen Linsen aus Glas kaum noch nach.

Welche Vorteile hat eine beleuchtete Handlupe?

Eine Handlupe mit LED-Beleuchtung entlastet zusätzlich die Augen, da sie das Sichtfeld gut ausleuchtet. Sie ermöglicht zudem das bessere Erkennen von Details. So kann selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen mit ihr gelesen oder gearbeitet werden.

Wie viel kostet sie?

Pauschal lässt sich über ihre Kosten nur wenig sagen. Während eine günstige Handlupe schon für wenige Euro zu haben ist, sollte man für ein qualitativ hochwertiges Modell ruhig etwas tiefer in die Tasche greifen.

Fazit: die Handlupe im Überblick

Sie ist ein vielseitiger Begleiter in allen Situationen, in denen es um die Betrachtung feiner Details geht. Man unterscheidet zwischen Leselupen (2- bis 6-fache Vergrößerung) und Detaillupen (8-fache Vergrößerung und mehr). Eine Handlupe kann eine Sehschwäche nicht wie eine Brille ausgleichen.