Eine Brille soll das Sehvermögen verbessern und jederzeit bequem sitzen. Daher ist es ungünstig, wenn die Brillengröße nicht stimmt. Für das perfekte Aufliegen sind Nasensteg- und Bügelbreite entscheidend. Für einen optimalen Sitz und eine gute Sicht sollten Sie auch auf die richtige Glashöhe und -breite sowie die Frontbreite achten. Erfahren Sie hier, wie Sie für Ihre Brille die richtige Größe ermitteln.

brillengröße

Für die eigene Brille die Größe ermitteln

 

Oftmals ist es gar nicht notwendig, die Brillengröße mithilfe eines Lineals zu messen. Häufig reicht schon ein Blick auf die Fassung. Vielleicht sind sie Ihnen schon einmal aufgefallen: die kleinen auf der Innenseite von Bügel oder Nasensteg eingravierten Ziffern. Die Millimeterangaben für Brillen-Größen sind international einheitlich geregelt. Die erste Nummer bezieht sich auf die Glasbreite, die zweite auf die Stegbreite, die dritte gibt die Bügellänge an.

Brillengröße mit Lineal und Maßband messen

 

  • Nasensteg: Gemessen wird hierbei die engste Stelle zwischen den Gläsern.
  • Bügellänge: Sie versteht sich immer inklusive der gebogenen Bügelenden und lässt sich am besten mit einem Maßband ermitteln.
  • Glasbreite: Ausschlaggebend ist der längste Abstand zwischen Außen- und Innenseite der Glasumrahmung.
  • Glashöhe: Hierbei wird die maximale Höhe der Gläser von oben nach unten gemessen.
  • Frontbreite: Es wird immer von den äußersten Punkten einer Fassung ausgegangen. Um auch die Biegung einzubeziehen, eignet sich zum Messen ein Maßband besonders gut.

Eine Brille in der passenden Größe finden: Nasensteg und Bügel

 

Eine Sehhilfe muss zur Gesichtsanatomie des Brillenträgers passen. Für die exakte Ausrichtung der Brillengläser ermittelt der Optiker daher die Pupillenmitte. Eine schief sitzende Sehhilfe macht diese Anpassung zunichte. Dies schränkt nicht nur das Sehvermögen ein, sondern verursacht mitunter Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Daher sollte die Brille jederzeit stabil aufliegen – jedoch ohne dabei schmerzende Druckstellen zu hinterlassen. Ausschlaggebend dafür, ob eine Brille zu klein oder zu groß ist, sind die Maße von Nasensteg und Bügel.

Nasenstegbreite

 

Der Nasensteg verbindet beide Gläser und liegt an seiner engsten Stelle auf dem Nasenrücken auf. Ist beim Tragen der Brille ein deutlicher Zwischenraum erkennbar, ist der Nasensteg zu schmal. Bei der Mehrzahl aller Kunststofffassungen hat dies zur Folge, dass die Brille entweder nicht richtig aufliegt oder die Nase zu fest eingeklemmt wird und einen Großteil des Gewichts tragen muss.

 

Ist der Steg hingegen zu breit, findet die Sehhilfe auf dem Nasenrücken keinen festen Halt und verrutscht beim Tragen. Um zu ermitteln, ob die Brille zu klein oder zu groß ist, sollte bereits während der Auswahl eines Kunststoffgestells das richtige Aufsitzen getestet werden. Denn die Nasenstegbreite lässt sich nicht mehr verändern. Anders sieht es bei Brillen aus, die über Nasenpads verfügen. In aller Regel ist dies bei Metall-, Randlos- und Halbrandbrillen der Fall. Hierbei sind individuell verstellbare Pad-Arms, die Verbindungsstücke zwischen Fassungsrand und den gepolsterten Pads, bereits im Gestell integriert. Nachträglich lassen sie sich nicht anbringen. Die Pad-Arms können schnell und genau an die Nasenform angepasst werden. Dabei ist wichtig, dass ausschließlich die Pads auf dem Nasenrücken aufliegen.

 

Bügellänge

 

Ist der Bügel zu kurz, übt er hinter den Ohren zu starken Druck aus. Eine derart fest aufliegende Brille hinterlässt meist auf Nase und Schläfen Druckstellen. Bei einem zu langen Bügel rutscht die Brille zu weit nach vorne. Unterscheiden sich die Längen beider Bügel stark, sitzt die Brille schief auf.

Üblicherweise messen die Bügel zwischen 125 und 150 Millimeter. Passt die Länge der Bügel nicht, besteht die Möglichkeit, diese zu kürzen oder durch längere zu ersetzen.
Mitunter hilft auch eine andere Maßnahme: Das Verbiegen der Bügelenden. Anschließend umschließen die Enden die Ohrmuscheln fester. Allerdings werden dadurch häufig sowohl das Aussehen der Brille als auch der Tragekomfort beeinträchtigt.

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Gut sehen und aussehen: Glashöhe und -breite sowie Frontlänge

 

Ob große Panto-Brille oder die Schmetterlingsform der Cateye-Brille – die Größe einer Brille entscheidet wesentlich darüber, wie sie wirkt. Doch allein von ästhetischen Faktoren sollte sich bei Wahl der Brillen-Größe niemand leiten lassen. Wie groß die Gläser ausfallen und wie breit die Brillenfront insgesamt ist, gibt die Fassung vor. Wer auf die wichtigen Aspekte achtet, findet auch das richtige Brillengestell.

 

Glasbreite

 

Allzu schmal sollten die Brillengläser nicht ausfallen. Bedenken Sie, dass kleine Gläser das optische Gesichtsfeld einschränken. Dies ist der Fall, wenn beim Blick zur Seite der seitliche Rahmen des Gestells den Durchblick stört.

 

Hinsichtlich des Tragekomforts sollten Sie sich bewusst sein, dass große Gläser mehr wiegen. Gerade bei hohen Dioptrienwerten nehmen die Gläser an Dicke und damit auch spürbar an Gewicht zu.

 

Glashöhe

 

Ist die Höhe zu gering gewählt, schmälert entweder der Glasrahmen den Durchblick oder Sie schauen über die Brillenfassung hinweg. Besonders für Gleitsichtbrillen eignen sich schmale Gläser eher nicht, da bei ihnen mehrere Glasbereiche für die gleichzeitige Korrektur von Fern- und Nahsicht dienen müssen. Eine gewisse Minimalhöhe ist bei ihnen in jedem Fall erforderlich. Sind die Gleitsichtgläser jedoch zu hoch, verdecken sie die für den mimischen Ausdruck eines Gesichtes so wichtigen Augenbrauen.

 

Frontbreite

 

Die Gesamtlänge der Brillenfront ergibt sich aus der Entfernung der beiden äußersten Punkte auf der Vorderseite des Gestells. Generell sollte man darauf achten, die Größe der Brille so zu wählen, dass Letztere in etwa mit den Gesichtskonturen abschließt. Ein zu breites Brillenmodell wirkt in einem schmalen Gesicht mit eher feinen Gesichtszügen deplatziert. Aus modischen Gründen kann eine extreme Brillengröße (insbesondere der Gläser) mitunter beabsichtigt sein. Bei der Nerd-Brille macht dies gerade den Reiz aus.

Fazit: Brillengröße

 

  • Nasensteg- und Glasbreite sowie Bügellänge sind für den richtigen Sitz der Brille wesentlich.
  • Millimeterangaben befinden sich auf der Fassungsinnenseite oder lassen sich mithilfe eines Lineals selbst ermitteln.
  • Glashöhe und -breite sowie die Frontlänge sind für einen klaren Durchblick und die äußere Wirkung relevant.