Brillen vom Optiker: Große Auswahl, umfassender Service

Wo sollte man seine Brille kaufen – im Online-Shop oder doch lieber beim Optiker um die Ecke? Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Lesen Sie hier, wie eine Beratung im Optikfachhandel abläuft und welche Argumente für eine Brille vom Optiker sprechen.

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Ohne Sehtest keine Brille: Der Besuch beim Optiker

Zuerst steht ein Sehtest an: Sie lesen unterschiedlich große Buchstaben, Zahlen oder Zeichen von einer Tafel ab, was dem Optiker erste Anhaltspunkte zu Art und Grad Ihrer Sehschwäche gibt. Zeigen sich dabei Defizite in Sachen Sehschärfe, folgt die exakte Sehstärkenbestimmung mittels objektiver und subjektiver Refraktion. Bei der objektiven Refraktionsbestimmung wird der Brechwert des Auges zunächst via Infrafrot ermittelt. Anschließend erfolgt die subjektive Refraktion, hier nähert sich der Optiker schrittweise der richtigen Glasstärke an. Dazu dient der Phoropter, eine augenoptische Apparatur, in die verschiedene Linsen in Abstufungen von 0,25 Dioptrien eingebracht werden können.

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Mit Zeit und kompetenter Beratung zur richtigen Brille

Steht die genaue Sehstärke fest, beginnt das Beratungsgespräch. Genügt eine Einstärkenbrille oder brauchen Sie aufgrund von Altersweitsichtigkeit eine Gleitsichtbrille? Halten Sie sich oft im Freien auf und würden von selbsttönenden Brillengläsern profitieren? Im Austausch mit dem Fachmann stellt sich schnell heraus, welche Kriterien Ihre Sehhilfe erfüllen muss. Gerade wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie beispielsweise mit dem Gleitsichtprinzip zurechtkommen, ist es ratsam, beim Optiker Ihre Brille ausgiebig zu testen und erst dann zu kaufen.

Gleiches gilt für den richtigen Rahmen: Nicht jeder Gesichtsform stehen auch alle Brillenfassungen. Der Augenoptiker hat in der Regel viele verschiedene Modelle zur Auswahl, die Sie in aller Ruhe anprobieren können, um auch ganz sicher zu sein, dass Sie am Ende die richtige Brille in Händen halten. Für diese Entscheidung sollten Sie sich allerdings Zeit nehmen: Rund eine Stunde dauert ein Besuch beim Optiker im Schnitt.

Brillen beim Optiker kaufen: Die Pros und Contras

Die Wartezeit ist bei beiden Optionen gegeben: Kauft man seine Brille beim Optiker, muss man im Regelfall 7 bis 10 Tage darauf warten, doch auch die im Internet bestellte Brille trifft oft erst nach 14 Tagen ein. Und trotz Online-Stilberatung und Webcam-Anprobe ist hier das Risiko immer noch höher, dass die Brille nicht überzeugt, wenn man sie erstmals in der Hand hält. Zwar ist der Rückversand bei vielen Shops kostenlos, dennoch kostet der Gang zur Post und der erneute Bestellvorgang Zeit und Nerven. Wenn Sie sich eine günstige Zweitbrille zulegen möchten, ist ein Online-Shop sicher eine günstige Option – wer aber an einer komplizierteren Fehlsichtigkeit leidet oder zum ersten Mal eine Brille kaufen möchte, ist mit einer Brille vom Optiker besser beraten. Denn gerade die individuellen Zentrierdaten kann der Online-Händler oft gar nicht oder nur unzureichend berücksichtigen. Sind diese aber nicht genauestens auf Ihre Augen abgestimmt, können Sehprobleme, Kopfschmerzen oder Schwindel die möglichen Folgen sein.

Quellen

Internet-Handel mit Brillen boomt auf aerztezeitung.de