Auch beim Sport nie den Durchblick verlieren: Laufbrille mit Sehstärke

Gewicht, Belüftung, Bruchsicherheit – beim Sport muss eine Brille besondere Anforderungen erfüllen. Eine Laufbrille mit Sehstärke ist dabei speziell für die Anforderungen von Sport treibenden Brillenträgern konzipiert. Doch was genau macht eine sogenannte optische Sportbrille aus? Und worauf sollte man bei der Wahl der Laufbrille achten? Das beantwortet der folgende Artikel.

Was sind Laufbrillen?

Eine Laufbrille bietet Schutz vor Staub, Pollen, Insekten und Zugluft und, bei einer entsprechenden Glastönung, außerdem vor UV-Strahlen und Lichtreflexionen. Diese Vorteile zeichnet eine Laufbrille mit Sehstärke auch gegenüber dem Tragen von Kontaktlinsen aus. Sportbrillen sind in der Regel aus Kunststoff gefertigt. Das macht sie besonders leicht. Die Gläser sind je nach Modell in unterschiedlichem Maße gewölbt und passen sich der Kopfform an, sodass auch von der Seite kein Streulicht eindringt. Nasenstege und Bügel sind für einen optimalen Sitz idealerweise verstellbar. Auch bei ruckartigen Kopfbewegungen sollte eine Sportbrille nicht verrutschen. Außerdem ist die Belüftung der Brille wichtig, um ein Beschlagen der Brillengläser zu vermeiden.

Filtergläser für Sportbrillen

Je nachdem, bei welchen Lichtverhältnissen der Sport ausgeübt wird, sollten die Sportbrillengläser einen entsprechenden UV-Schutz aufweisen. Es gelten folgende Filterstufen:

  • Kategorie 0 ist sehr hell oder klar und ist mit einer Lichtabsorption von 0-20 % ideal im Indoor-Bereich oder zum Schutz vor Wind, Staub, Pollen und Insekten.
  • Kategorie 1 ist hell bis mittelstark getönt und schützt mit einer Lichtabsorption von 20-57 % bei bewölktem Himmel.
  • Kategorie 2 ist dunkel getönt und schützt mit einer Lichtabsorption von 57-82 % vor normaler Sonneneinstrahlung.
  • Kategorie 3 ist sehr dunkel getönt und schützt mit einer Lichtabsorption von 82-92 % vor der intensiven Sonneneinstrahlung im Gebirge oder am Strand.
  • Kategorie 4 ist extrem dunkel getönt oder verspiegelt und mit einer Lichtabsorption von 92-97 % geeignet für das sehr helle Licht auf dem Wasser, auf einem Gletscher oder in der Wüste. Für den Straßenverkehr ist die Brille ungeeignet.

Um vor Lichtreflexen auf Wasser- und Schneeoberflächen zu schützen, gibt es Brillengläser mit einem sogenannten Polarisationsfilter. Gelbe oder orangefarbene Brillengläser erhöhen durch einen Blaufilter den Kontrast in der Wahrnehmung der Umgebung. Dadurch sehen Sie zum Beispiel Unebenheiten oder Gefälle besser. Und Sportbrillen mit Wechselgläsern erlauben die schnelle Anpassung der Brille an die jeweiligen Lichtverhältnisse.

Brillengläser für optische Sportbrille

Brillenträger haben zwei Möglichkeiten, um die Sportbrille an ihre individuelle Sehstärke anzupassen:

Direktverglasung

In die Sportbrille werden statt der Originalgläser individuell gefertigte Sportbrillengläser mit den persönlichen Korrekturwerten und der gewünschten Tönung eingesetzt. Das ist heute selbst bei stark gewölbten Gläsern möglich.

Clip-in-System

Mit einem Clip-in-Adapter lassen sich bei einigen Modellen Brillengläser in der jeweiligen Sehstärke direkt hinter die Sportbrillengläser setzen. Praktisch: Bei Brillen mit unterschiedlich getönten Wechselgläsern lässt sich der Adapter mit den verschiedenen Gläsern kombinieren.

Die optimale Laufbrille

Zusammengefasst sind folgende Kriterien bei einer Laufbrille mit Sehstärke besonders wichtig:

  • ein geringes Gewicht
  • ein hoher Tragekomfort durch verstellbare Seitenbügel und Nasenstege
  • eine eng anliegende und rutschsichere Passform
  • stabiles und flexibles Material, um das Verletzungsrisiko durch splitterndes Glas zu minimieren
  • eine uneingeschränkte Sicht
  • Filterglas entsprechend der jeweiligen Lichtverhältnisse

Quellen:
https://www.zeiss.de/vision-care/de_de/better-vision/sehen-verstehen/tipps—trends/die-10-besten-tipps-fuer-sportbrillen.html