Mit Brille in die Sauna: Was es zu bedenken gilt und welche Lösung sich empfiehlt

Die einfachsten Tipps sind häufig die wirkungsvollsten: Wenn es die Sehstärke noch erlaubt, werden Brillenträger auch ohne Brille oder Kontaktlinse schwitzen können und in den Genuss des Saunierens kommen. Allerdings ist ein Saunabesuch im Großen und Ganzen zu betrachten. Es geht also bei der Brille in der Sauna weniger um den kurzen Weg zur Sitzbank, den man sich zur Not auch ohne Sehhilfe bahnen kann.

Wann beschlägt das Brillenglas?

In einem Wellnesspark sind Saunabesucher grundsätzlich ständigen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Bei jedem Wechsel von niedrigen zu hohen Temperaturen beschlägt das Brillenglas. Zudem tritt das Beschlagen auch immer dann auf, wenn eine zu hohe Luftfeuchtigkeit besteht, wie es in Dampfbädern und bei Aufgüssen der Fall ist. Dann nutzt die Brille in der Sauna nicht mehr viel, sondern wirkt eher hinderlich, weil man plötzlich nicht nur unscharf, sondern praktisch überhaupt nichts mehr sieht.

Welche weiteren Probleme kann es mit der Brille in der Sauna geben?

Wer eine Brille mit Metallbestandteilen am Gestell trägt, kann sich leicht verbrennen, wenn die Brille in der heißen Sauna getragen wird und sich erhitzt. Aber auch Kunststoffbrillen, die man sich eigens für solche Anlässe zugelegt hat bzw. hat anfertigen lassen, reagieren ebenfalls auf die extremen Bedingungen. So erliegen auch optische Kunststoffbrillen mit der Zeit der regelmäßigen Strapaze und nähern sich oft schneller ihrem Ende als geplant. Der Kunststoffrahmen kann sich zudem unter Hitzeeinwirkung verziehen oder verformen. Dafür leitet er die Wärme weniger und ist angenehmer auf der Haut zu tragen.

Besonders empfindlich reagieren Brillengläser mit Beschichtungen (zum Beispiel Entspiegelungen) auf große Hitze. Beim raschen Wechsel von kalt zu heiß kann sich die Beschichtung schneller als das Grundmaterial dehnen – und dann reißen oder lösen.

Wie hilfreich sind die Brillenablagen einer Sauna?

Gut geführte Saunaparks denken auch im Detail an die Bedürfnisse ihrer Besucher. Aber für alle Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten, gilt das bekannte Risiko: Was auch für andere Mitmenschen zugänglich ist, kommt schnell mal abhanden. Insbesondere Brillen- und Kontaktlinsenträger kennen das Problem, das bereits Thema des einen oder anderen Witzes ist: Ohne Brille fällt es umso schwerer, die eigene Sehhilfe wiederzufinden und nicht mit anderen zu verwechseln. Daher ist das vorübergehende Deponieren der – eventuell sogar recht teuren – Brille keine ernstzunehmende Lösung.

Warum sind Kontaktlinsen schließlich doch die richtige Wahl?

Als Brillenträger werden Sie wohl stets Kompromisse eingehen müssen. Warum, zeigt die vorläufige Zusammenfassung der wichtigsten Bedenken:

  • Wertvolle Brillen, ob mit oder ohne Metallbestandteile, sind in der Sauna ebenso fehl am Platz wie teurer Schmuck oder Armbanduhren, denn es besteht Verlustgefahr.
  • Beschichtete und entspiegelte Brillengläser sollten grundsätzlich keiner Nässe und Feuchtigkeit ausgesetzt werden, nicht einmal bei der täglichen und regelmäßigen Reinigung.
  • Weder besonders teure noch besonders preiswerte Kunststoffbrillen sind als Sehhilfe eine echte Alternative zur Brille mit Metallgestell, denn auch sie beschlagen.

Effektiver ist der Weg, den die meisten Sportler wählen: gelegentlich Kontaktlinsen zu tragen. Denn diese bereiten, sofern Sie keine Probleme mit empfindlichen oder trockenen Augen haben, in der Sauna die wenigsten Unannehmlichkeiten.

Sauna-Tipps für Brillenträger auf einen Blick

  • Teure Brillen, zum Beispiel mit Beschichtungen des Glases, und Brillen mit Metallbestandteilen sind für den Saunabesuch ungeeignet.
  • Im Zweifelsfall ist eine preiswerte Kunststoffbrille ein guter Kompromiss. Einen möglichen Verlust sollte man dann allerdings verschmerzen können.
  • Das gelegentliche Tragen von Kontaktlinsen ist ideal: nichts beschlägt, weder bei Hitze noch bei Dampf. Eine Überlegung ist dies auf jeden Fall wert!