Welche Brillenformen gibt es?

 

Brillenformen sind so unterschiedlich, wie es Menschen und ihre Gesichter sind. Jede Brillenform hat ihren ganz eigenen Charakter und kreiert einen ganz bestimmten Typ. Dabei gibt es längst mehr Formen als nur rund oder eckig. Ob Panto, Butterfly oder Wayfarer – es gibt eine große Bandbreite an modischen Fassungsformen, zwischen denen Brillenträger wählen können.

brillenformen

Die sechs gängigsten Brillenformen

 

Im Laufe der Zeit hat sich die Brille von einer praktischen Sehhilfe zum beliebten modischen Accessoire entwickelt. Dementsprechend gibt es sie heute in den vielfältigsten Formen und Designs. Bei allen Trends und Innovationen in der Brillenmode haben sich diese sechs Brillenformen über die Jahrzehnte hinweg als zeitlos bewährt:

 

  • Rund/Nickel: Die Nickelbrille mit ihren runden Brillengläsern zeichnet sich durch einen filigranen Rahmen aus, der heute in der Regel nicht mehr aus Nickel, sondern aus stabileren und hautfreundlicheren Materialien gefertigt wird. Besonders beliebt war diese Brillenform in den 70er-Jahren bei Künstlern und Intellektuellen wie John Lennon (daher auch als John-Lennon-Brille bekannt). Noch heute genießt sie den Ruf, einen besonders intelligenten Ausdruck zu verleihen.
  • Panto: Auch die Panto-Brillenform ist gerundet, durch die leichte Abflachung am oberen Rand des Gestells jedoch nicht ganz so rund wie die Nickelbrille. Diese Brillenform war bereits in den 20er-Jahren ein beliebtes Statusobjekt der intellektuellen Elite und gehört damit zu den ältesten Brillenmodellen überhaupt. Dementsprechend steht sie heute vor allem bei Vintage-Liebhabern hoch im Kurs. Ein bekannter Träger der Panto-Brille ist Woody Allen.
  • Oval: Ovale Brillengestelle zeichnen sich durch die allgemeinen Vorteile gerundeter Brillenformen aus: weiche, geschwungene Linien und abgerundete Kanten, die dem Gesicht schmeicheln. Sie sind weniger markant als komplett runde oder eckige Brillenformen und erzeugen so ein harmonisches Gesamtbild, in das sich die Brille unauffällig einfügt. Besonders geeignet für herzförmige und eckige Gesichtsformen.
  • Pilot: Die Piloten- oder auch Aviator-Brille ist eine sportlich-lässige Brillenform mit tropfenförmigen Gläsern, die viel vom Gesicht verdeckt. Ursprünglich als Sonnenschutz für die amerikanische Luftwaffe entwickelt, ist sie heute nicht nur als Sonnenbrille, sondern auch als Korrektionsfassung für den Alltag beliebt. Als Sonnenbrille hatte sie zum Beispiel mit Tom Cruise in „Top Gun“ ihren großen Auftritt.
  • Karree: Zu den eckigen Brillenformen gehört die Karree-Form. Mit ihren geraden Außenlinien und den breiten Kanten verleiht sie einen seriösen Look und ist damit ideal für das Berufsleben. Karree-Formen passen besonders gut zu herzförmigen Gesichtern.
  • Butterfly: Verspielte Schmetterlings-Brillenformen gelten seit den 50er-Jahren als typisch weibliche Brillengestelle. Je nach Ausprägung verleiht diese Form durch ihre markanten äußeren Spitzen am oberen Brillenrand einen extravaganten Look, der durch einen verzierten Rahmen noch verstärkt werden kann. Die Butterfly-Form wirkt je nach Styling streng bis glamourös.

 

Brillenformen und ihre Wirkung

 

Bei der Wahl der richtigen Brillenform ist es wichtig zu wissen, wie diese ein Gesicht optisch verändert. Grundsätzlich lässt sich sagen: Kontraste sind von Vorteil. So mildern gerundete Brillenformen strenge und kantige Gesichtszüge ab, während eckige Brillenformen runde Gesichter markanter erscheinen lassen. Dementsprechend gilt auch: Kantige Formen verleihen härtere Züge und runde Formen bringen weiche Gesichter noch besser zur Geltung. Darüber hinaus sollte die Brillenform auch mit der Form der Augenbrauen harmonieren. So bringen runde Formen geschwungene Augenbrauen optimal zur Geltung, während sie gerade Augenbrauen verdecken. Für diese eignet sich eine eckige, horizontal verlaufende Brillenform.

 

Doch es muss nicht immer rund oder eckig sein. Es existiert eine Vielfalt an Brillen-Mischformen, die beispielsweise unten gerundet sind und oben kantig verlaufen. Auf diese Weise können verschiedene Brilleneigenschaften, die dem eigenen Gesicht schmeicheln, miteinander kombiniert werden. Welche Brille am besten zu welcher Gesichtsform passt, lesen Sie im Ratgeber ,,Welche Brille passt zu mir?“.

 

Wayfarer, Oversized & Co. – Brillenformen für extravagante Typen

 

Sobald die Frage nach der am besten zum Gesicht passenden Brillenform beantwortet ist, geht es weiter mit der Stilfrage. Minimalistische Brillenformen, die sich flexibel mit unterschiedlichen Stylings kombinieren lassen, stehen auffälligen Brillenformen gegenüber, die die Aufmerksamkeit für sich beanspruchen. Dazu gehören zum Beispiel:

 

  • Wayfarer: Diese markante Brillenform ist auch als Nerd-Brille bekannt. Das Original von Ray-Ban mit dem breiten Rahmen und den soften Ecken wird seit den 50er-Jahren produziert und kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile hat die Brille Kultstatus erreicht und wird zu jedem Styling gern getragen.
  • Oversized: Oversized- oder auch Übergrößen-Brillenformen werden gerne als Sonnenbrillen getragen und sind ein beliebtes Accessoire für einen divenhaften Auftritt. Wer sein Gesicht mit einer so großflächigen Brille abschirmt, dem ist Aufmerksamkeit garantiert.
  • Clubmaster: Diese Brillenform ist ein Retro-Klassiker der besonderen Art und ein gutes Beispiel für eine gelungene Brillen-Mischform. Unten rund und randlos und oben mit einem markanten, geradlinigen Rahmen sorgt sie für einen intellektuellen Look, der hervorsticht.

 

Auf einen Blick: Brillenformen in der Übersicht

 

  • Es werden sechs grundsätzliche Brillenformen unterschieden: Rund, Panto, Oval, Pilot, Karree und Butterfly, die jeweils ihre eigenen Vorzüge haben.
  • Bei der Wahl der richtigen Fassungsform gilt: Gegensätze überzeugen. Runde Formen mildern kantige Gesichtszüge ab, eckige Formen machen das Gesicht markanter.
  • Ausgefallene Brillenformen wie Wayfarer, Oversized oder Clubmaster setzen Akzente.