Gute Kontaktlinsen-Pflege mittels Aufbewahrungslösung

Für eine optimale Kontaktlinsenpflege sind meistens mehrere Reinigungsschritte erforderlich – die richtige Aufbewahrung ist einer davon. Um die Linsen von Schmutz, Keimen und anderen Mikroorganismen zu befreien, brauchen Sie eine Aufbewahrungslösung für Kontaktlinsen – egal ob Sie weiche oder harte Linsen tragen. Hier lesen Sie, was Sie über die Aufbewahrungslösung wissen sollten.

Warum ist die Aufbewahrungslösung für Kontaktlinsen so wichtig?

Beim Tragen von Kontaktlinsen treten mitunter Probleme auf. Meistens ist mangelnde Hygiene die Ursache von Komplikationen – die sich etwa durch brennende Augen, Augenrötungen oder sogar eine Augenentzündung äußern. Sowohl für weiche als auch für harte Kontaktlinsen ist deshalb eine Aufbewahrungslösung wichtig – denn sie reinigt nicht nur oberflächlich, sondern desinfiziert auch und hält die Linsen feucht. Zwar lassen sich harte Kontaktlinsen auch trocken lagern. Doch für die Augengesundheit und den Tragekomfort ist eine Kontaktlinsen-Aufbewahrungslösung auf jeden Fall sinnvoll. Weiche Kontaktlinsen gehören unbedingt in eine Aufbewahrungslösung, da sie andernfalls austrocknen.

Eine Aufbewahrungslösung für weiche Kontaktlinsen erhöht allerdings ebenfalls den Tragekomfort. Denn gerade bei weichen Kontaktlinsen hat eine falsche Pflege schnell eine verminderte Sauerstoffdurchlässigkeit zur Folge. Trockene, müde Augen, Kopfschmerzen und weitere Symptome können die Folgen sein.

Welche Aufbewahrungslösung für welche Linsen?

Die Aufbewahrungslösung für harte Kontaktlinsen hat eine andere Zusammensetzung als eine Aufbewahrungslösung für weiche Kontaktlinsen – schließlich sind die beiden Linsentypen sehr unterschiedlich. So sind harte beziehungsweise formstabile Kontaktlinsen kleiner und härter als weiche Linsen. Hinzu kommt, dass weiche Linsen ausgesprochen saugfähig sind – vergleichbar mit einem Schwamm. Außer Tränenflüssigkeit nehmen sie auch Schmutz- und Staubpartikel auf. Das hat zur Folge, dass die Reinigung weicher Linsen komplizierter ist als die harter Linsen.

Im Handel bekommen Sie Aufbewahrungslösungen, die auf die Art Ihrer Kontaktlinsen abgestimmt sind. Da das Angebot groß ist, lassen Sie sich am besten von Ihrem Optiker oder Augenarzt beraten. Bei der Entscheidung für eine Kontaktlinsen-Aufbewahrungslösung sollten Sie neben dem Linsenmaterial und den Empfehlungen des Herstellers auch Ihre Vorstellungen berücksichtigen: Wie viel Zeit möchten Sie für die Reinigung aufwenden? Leiden Sie unter Unverträglichkeiten oder Allergien? Diese und weitere Aspekte spielen ebenfalls eine Rolle.

Grundsätzlich lassen sich zwei Pflegesysteme unterscheiden:

  • Peroxidsysteme: Die Kontaktlinsen lagern in einer Wasserstoffperoxid-Lösung. Dieses System ist vor allem für Allergiker geeignet, denn es enthält keine Konservierungsstoffe. Wasserstoffperoxid darf Ihnen unter gar keinen Umständen in die Augen geraten. Aus diesem Grund neutralisieren Sie die Desinfektionslösung, bevor Sie Ihre Kontaktlinsen einsetzen. Bei einem Ein-Stufen-Peroxidsystem verwenden Sie einen speziellen Kontaktlinsenbehälter, der eine Metallplatte aus Platin enthält – diese neutralisiert das Wasserstoffperoxid bereits während der Desinfektion. Anderen Systemen liegen Neutralisationstabletten bei, die Sie in die Desinfektionslösung geben. Bei einem Zwei-Stufen-Peroxidsystem tauschen Sie die Lösung mit dem Wasserstoffperoxid gegen eine zweite, neutralisierende aus, in der die Linsen noch einmal eine Weile lagern. Wie lange genau, lässt sich der Packungsbeilage entnehmen. Wichtig ist, dass Sie die Mindestdauer keinesfalls unterschreiten.
  • Ein-Stufen-Systeme: Bei diesen Systemen ist für alle Schritte, die für die Kontaktlinsenpflege notwendig sind, nur ein Mittel erforderlich – eine sogenannte Kombilösungen. Ihr Vorteil liegt in der einfachen Handhabung und in der Zeitersparnis.

Besprechen Sie mit Ihrem Optiker, welches System für Sie infrage kommt. Sie sollten die Entscheidung für ein Pflegesystem sorgfältig treffen. Denn haben Sie sich erst einmal für eines entschieden, können Sie nicht einfach eine Lösung aus einem anderen System hinzukaufen. Es besteht nämlich in diesem Fall die Gefahr, dass die Inhaltsstoffe beider Systeme miteinander regieren – und Sie beim Tragen Ihrer Kontaktlinsen plötzlich Komplikationen feststellen.

Aufbewahrungslösung für Kontaktlinsen und die entsprechenden Behälter

Um die Kontaktlinsen in der Aufbewahrungslösung zu lagern, brauchen Sie einen entsprechenden Kontaktlinsenbehälter. Diese Behälter sind aus Plastik gefertigt und enthalten zwei Kammern – für jede Linse eine. Wichtig ist, dass Sie jeden Tag frische Aufbewahrungslösung verwenden und darauf achten, dass die Linsen vollständig mit Aufbewahrungslösung bedeckt sind. Nach der Verwendung spülen Sie den Kontaktlinsenbehälter mit einer speziellen Lösung aus, damit sich in ihm keine schädlichen Mikroorganismen ansammeln. Alle ein bis drei Monate sollten Sie einen neuen Behälter verwenden und den alten entsorgen.

Fazit: Kontaktlinsen-Aufbewahrungslösung

  • Das Lagern der Linsen in einer Aufbewahrungslösung ist Teil der Kontaktlinsenpflege. Die Lösung hemmt die Verbreitung von Mikroorganismen und verbessert den Tragekomfort der Linsen.
  • Spezielle Aufbewahrungslösungen gibt es sowohl für harte als auch für weiche Linsen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Optiker, welches Produkt für Ihre Linsen am besten geeignet ist.
  • Es gibt grundsätzlich zwei Systeme: Peroxidsysteme und Ein-StufenSysteme.
  • Verwenden Sie jeden Tag frische Aufbewahrungslösung und spülen Sie den Kontaktlinsenbehälter mit einer speziellen Pflegelösung aus. Alle ein bis drei Monate sollten Sie den Behälter gegen einen neuen austauschen.
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