Gereizte Augen sind ein weit verbreitetes Problem. Die Gründe dafür sind neben Erkrankungen des Auges zum Beispiel trockene Raumluft oder die Arbeit am Computerbildschirm. Augentropfen schaffen bei vielen Beschwerden Abhilfe. Dieser Artikel erklärt, welche Tropfen es gibt und wie man sie anwendet.

augentropfen

Arten von Augentropfen

Erkrankungen des Auges werden normalerweise mit Augentropfen behandelt. Frei verkäufliche Tropfen und Augensprays befeuchten die Augen und versprechen Linderung bei Trockenheit, Rötungen und Brennen. Diese Tropfen werden auch „künstliche Tränen“ genannt und enthalten als Wirkstoff häufig Hyaluronsäure. Verschreibungspflichtige Arzneimittel helfen hingegen bei Augenentzündungen und Verletzungen oder werden vor beziehungsweise nach Operationen eingesetzt. Sie enthalten Wirkstoffe wie Antibiotika oder Kortison. Augentropfen sollte man nur nach Absprache mit dem Arzt verwenden.

Darreichungsformen von Augentropfen

Augentropfen gegen rote Augen gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, zum Beispiel in kleinen Fläschchen für die mehrmalige Verwendung oder in Ampullen als Einzeldosis. Produkte zur mehrfachen Anwendung enthalten oft Konservierungsstoffe, die das Auge bei langfristiger Anwendung schädigen. Es ist daher besser, Produkte ohne Konservierungsmittel zu verwenden. Wer auf die Kraft der Natur setzt, benutzt homöopathische Augentropfen. Sie enthalten beispielsweise den pflanzlichen Wirkstoff Euphrasia, zu Deutsch: Augentrost.

Anwendung von Augentropfen

Bevor man die Tropfen ins Auge gibt, sollte man die Hände gründlich waschen und abtrocknen. Am besten funktioniert die Anwendung vor einem Spiegel. Ziehen Sie das Unterlid vorsichtig mit dem Finger nach unten, schauen Sie nach oben und geben Sie einen Tropfen in das Auge. Schließen Sie das Auge anschließend für etwa eine Minute, damit sich das Mittel hinreichend verteilt. Die genaue Handhabung variiert von Produkt zu Produkt. Genauere Informationen findet man in der Packungsbeilage.

Behandlung immer mit dem Arzt absprechen

Bevor man zur Selbstmedikation greift, sollte man die Beschwerden von einem Augenarzt abklären lassen. Hinter den Symptomen steckt womöglich eine ernsthafte Erkrankung, die sich bei falscher Behandlung sogar verschlimmern kann. Selbst wenn es sich nur um trockene Augen handelt, ist ein Arztbesuch angeraten. Der Mediziner klärt die Ursache ab und nennt passende Augentropfen gegen trockene Augen. Zudem gibt er Tipps, wie man das Austrocknen der Augen im Alltag verhindert.

Das muss man über Augentropfen wissen

  • Augentropfen nicht ohne Empfehlung des Augenarztes verwenden
  • Tropfen ohne Konservierungsmittel nutzen
  • Bei der Anwendung auf Hygiene achten

Quellen

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA): Rotes Auge? Genau hinschauen – gezielt behandeln
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier: Anleitung zum Verabreichen von Augentropfen und Augensalben
Universitäts-Augenklinik Bonn: Das trockene Auge