Antioxidantien sind wichtige natürliche Stoffe für den Körper, denn sie schützen die Zellen vor schädlichen freien Radikalen und beugen dadurch unter anderem Augenkrankheiten vor. Welche Antioxidantien die Zellen im Auge besonders schützen und in welchen Nahrungsmitteln sie enthalten sind, erfahren Sie hier.

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Am Anfang vieler Gesundheitsbeschwerden stehen freie Radikale

Viele gesundheitliche Beschwerden werden durch sauerstoffhaltige Moleküle verursacht – sogenannten freie Radikale (auch Oxidantien genannt). Diese instabilen Moleküle entstehen entweder durch den Einfluss von UV-Licht und anderen Umwelteinflüssen oder sie bilden sich bei Stoffwechselprozessen. Freie Radikale sind chemisch unvollständig, ihnen fehlt ein Elektron. Aus diesem Grund greifen sie die Zellen im Körper an und „entreißen“ jeweils ein Elektron. Die Körperzellen werden dadurch geschädigt, im schlimmsten Fall sogar funktionsuntüchtig. Ganze Organe können auf diese Weise in Mitleidenschaft gezogen werden. Häufig entstehen aufgrund dieses sogenannten oxidativen Stresses schwerwiegende Krankheiten.

Auch bei Augenproblemen wie trockene Augen und Augenkrankheiten wie Grauer Star (Katarakt) oder Grüner Star (Glaukom) liegt die Ursache oft in einem Übermaß an freien Radikalen im Körper. Die Moleküle greifen die feinen Blutgefäße und die Netzhaut (Retina) der Augen an und schwächen durch Zellschädigungen die Sehkraft.

Antioxidantien können die Körperzellen vor freien Radikalen schützen

Zum Schutz vor freien Radikalen benötigt der Körper sogenannte Antioxidantien, weil diese die Fähigkeit besitzen, die instabilen Sauerstoffmoleküle dauerhaft zu binden. Aufgenommen werden die wertvollen „Radikalfänger“ hauptsächlich über die Nahrung: in erster Linie über Obst- und Gemüse. Damit stets ausreichend Antioxidantien im Körper vorhanden sind, ist eine gesunde Ernährung wichtig. Ist ihre Menge groß, können diese natürlichen Stoffe dem oxidativen Stress entgegenwirken und auf diese Weise die Augengesundheit stärken.

Welche Antioxidantien gibt es?

Zum Teil kann der Körper Antioxidantien in Form von Enzymen selbst produzieren. Der Großteil der „Gesundheitshelfer“ wird jedoch über die Nahrung aufgenommen, die viele natürliche Inhaltsstoffe mit antioxidativer Wirkung enthält.

Zu den wichtigsten Antioxidantien, die über die Nahrung aufgenommen werden, gehören:

  • Vitamine (vor allem Vitamin C und E sind ausgewiesene Augenvitamine)
  • Carotinoide wie Beta-Carotin (die Vorstufe des Vitamin A), Lutein und Zeaxanthin
  • Spurenelemente wie Selen und Zink
  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane und Polyphenole

Einige Antioxidantien entfalten ihre Wirkung vor allem im Auge. Zum Beispiel gehören die Anthocyane – Pflanzenfarbstoffe – nicht nur zu den kraftvollsten natürlichen Antioxidantien, sie festigen auch die feinen und empfindlichen Blutgefäße im Auge. Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin kommen vor allem in der Netzhaut sowie im Gelben Fleck des Auges (Makula) vor und neutralisieren freie Radikale, die durch das eintreffende UV-Licht erzeugt werden. Damit schützen sie das Auge auch vor einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD).

Welche Lebensmittel enthalten Antioxidantien?

Wenn man sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, ist die Versorgung mit den wichtigen Inhaltsstoffen im Regelfall gesichert. Vitamin C findet sich in vielen Obst- und Gemüsesorten. Besonders gute Vitamin-E-Lieferanten sind zum Beispiel Nüsse und Pflanzenöle. Anthocyane sind vorwiegend in blauen, roten, violetten und blau-schwarzen Früchten und Gemüsearten enthalten. Und die Carotinoide Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin kommen vor allem in Grünkohl, Karotten und Spinat vor.

Diese Lebensmittel sind besonders reich an wertvollen Antioxidantien:

  • Früchte
  • Gemüse
  • Kräuter
  • Ölsaaten und Nüsse
  • Naturbelassene Öle und Fette

Antioxidantien und ihre Wirkung

Nur Antioxidantien können freie Radikale abfangen und neutralisieren, bevor diese zum Beispiel die feinen Gefäße der Augen beeinträchtigen und oxidative Schäden anrichten. Bevor die unvollständigen Moleküle überhaupt dazu kommen, ein Elektron aus einer Körperzelle an sich zu reißen, springen die Antioxidantien ein und überlassen dem aggressiven Molekül freiwillig eines ihrer Elektronen (ohne sich dabei selber in ein freies Radikal zu verwandeln). Auf diese Weise werden die Oxidantien von den Antioxidantien zu stabilen Stoffwechselprodukten umgeformt, die keine Gefahr mehr für die Zellen darstellen. Erfüllen die Antioxidantien ihre Aufgabe, besteht kein Übermaß an freien Radikalen im Körper mehr, sondern ein natürliches und gesundes Gleichgewicht – natürlich nur solange, wie die Menge an Antioxidantien im Körper gleichbleibend hoch ist.

Übersicht über die wichtigsten Fakten zu Antioxidantien

  • Antioxidantien schützen Körperzellen vor schädlichen Einflüssen beziehungsweise einem Übermaß an freien Radikalen.
  • Eine gute Versorgung mit Antioxidantien kann Augenerkrankungen vorbeugen.
  • Eine gesunde Ernährung stellt sicher, dass die Schutzstoffe im Körper ausreichend vorhanden sind.

Quellen

Können Antioxidantien Sehleistung verbessern?, Ärtzezeitung.de