Von müden Augen ist die Rede, wenn sich die Augenlider schwach und schwer anfühlen, sodass Sie das Bedürfnis haben, die Augen zu schließen. Dabei handelt es sich in der Regel nicht um eine Erkrankung, sondern meist nur um eine Überbeanspruchung des Sehapparats. Doch was hilft gegen müde Augen? Das erfahren Sie hier.

müde augen

Ständig müde Augen? Hinderliche Symptome im Alltag

 

Wenn Sie immer müde Augen haben, beruht dies sehr wahrscheinlich nicht auf einer Erkrankung. Die Symptome sind dennoch ernst zu nehmen, denn sie behindern im Alltag, rufen körperliche Erschöpfung, Abgeschlagenheit und Lustlosigkeit hervor. Diese Symptome können überaus akut werden und die Lebensqualität erheblich einschränken. Müde Augen können das Folgende bedeuten oder mit sich bringen:

Fast jeder Mensch kennt eines oder mehrere der Symptome müder Augen: Sie können unterschiedlich schnell und in verschiedener Ausprägung auftreten. Entweder verschwinden müde Augen nach kurzer Zeit von alleine oder sie werden zu einem ständigen Begleiter und damit zu einem lästigen Problem. Stellen Sie diese Symptome über einen längeren Zeitraum bei sich fest, ohne die Ursache zu kennen, sollten Sie sich zunächst an einen Augenarzt wenden. Kann dieser ebenfalls keine Ursache feststellen, ist es ratsam, einen Allgemeinmediziner zu konsultieren. Denn manchmal können auch ernsthafte Erkrankungen an gänzlich anderen Körperregionen hinter den lästigen Symptomen stecken.

 

Müde Augen: Diese Ursachen kommen infrage

 

Müde Augen können durch viele verschiedene Faktoren bedingt sein. Eine der häufigsten Ursachen ist eine zu hohe Augenbelastung. Diese kann aus einer Vielzahl von Aktivitäten resultieren. Dazu gehören vor allem:

  • Lange Bildschirmarbeit
  • Schlechte Beleuchtung
  • Langes Autofahren
  • Langes Lesen
  • Stress

Auch leichte Durchblutungsstörungen führen unter Umständen zu müden Augen. Störungen der Durchblutung können zum Beispiel durch zu wenig Schlaf oder langes Feiern mit Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin ausgelöst werden. Ebenso kann ein dauerhafter Mangel an Nährstoffen ständig müde Augen hervorrufen. In den meisten Fällen ist ein Mangel an Vitaminen, Melanin und Eisen ursächlich für die Symptomatik.

 

Selten sind müde Augen ein Symptom für eine Erkrankung. Zu den krankhaften Ursachen gehören:

 

Was tun gegen müde Augen? So kriegen Sie die Symptome in den Griff

 

Müde Augen sind unangenehm, daher wünschen sich Betroffene schnelle, effektive Methoden, um den Beschwerden entgegenzuwirken. Hier erfahren Sie, was Sie selbst tun können:

 

Wichtig ist zunächst, eine Überanstrengung der Augen zu vermeiden: Überprüfen Sie die Beleuchtung, denn starke Kontraste sind für die Augen belastend. Achten Sie also beim Fernsehen, Lesen oder bei der Bildschirmarbeit darauf, dass der Raum gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie Pausen einlegen, damit sich Ihre Augen entspannen können.

 

Im Falle eines vom Arzt diagnostizierten Nährstoffmangels erfolgt meistens die orale Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten. Auch eine Infusionstherapie hat sich als überaus effektiv erwiesen, um einen schweren Mangel an Nährstoffen zu beheben. Sind Erkrankungen die Ursache, müssen diese behandelt werden – nur so können auch die müden Augen langfristig therapiert werden. Besprechen Sie die Einzelheiten der möglichen Behandlungen ausführlich mit Ihrem Arzt.

Müde Augen: Was tun? Augentraining kann langanhaltend helfen

 

Wenn Sie merken, dass sich Symptome müder Augen zeigen oder sich diese verschlimmern, können die folgenden Augenübungen Linderung verschaffen – diese Übungen lassen sich durchführen, wann immer Ihre müden Augen eine Pause brauchen.

 

Wenn Sie merken, dass Ihre Augen trocken werden und anfangen zu schmerzen, beginnen Sie zu blinzeln. Denn beim Blinzeln wird Tränenflüssigkeit gebildet. Diese legt sich als ein feuchter Film auf Ihre Augen und sorgt so für eine schützende Schicht.

 

Besonders bei der Bildschirmarbeit oder beim Lesen blicken Sie für lange Zeit auf eine Fläche in gleichbleibend geringer Entfernung – die ununterbrochene Nahsicht ist jedoch für die Augen überaus anstrengend, da sich die Augenlinse stark krümmen muss. Um Ihre Augen zu entlasten, schauen Sie abwechselnd nahe und ferne Gegenstände an. Zunächst fixieren Sie einen Gegenstand ganz in der Nähe, zum Beispiel den Taschenrechner auf Ihrem Schreibtisch. Halten Sie den Blick für einige Sekunden und richten Sie ihn im Anschluss auf einen Gegenstand in der Ferne – auch hier verharren Sie wieder für einige Sekunden. Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals am Tag, sodass sich Ihre Augen entspannen können.

 

Auch ein tiefes Einatmen oder herzhaftes Gähnen zwischendurch sind mitunter schon hilfreich, um müde Augen wieder etwas munterer zu machen. Denn dabei wird der Körper mit reichlich Sauerstoff versorgt. Hinzu kommt, dass sich während des Gähnens oft zusätzliche Tränenflüssigkeit bildet, die die Augen wohltuend befeuchtet und frisch hält.

 

Die wichtigsten Informationen zu ständig müden Augen zusammengefasst

 

  • Müde Augen sind in der Regel auf eine Überlastung des Sehapparates zurückzuführen. Aber auch ein Nährstoffmangel, Stress oder Durchblutungsstörungen können Ursachen sein. Nur in seltenen Fällen handelt es sich bei ständig müden Augen um ein Symptom einer ersthaften Erkrankung, etwa einer Bindehautentzündung.
  • Müde Augen können sich durch ein Brennen, Tränen oder auch Schmerzen bemerkbar machen. Auch Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen sowie generelle Müdigkeit treten häufig im Zusammenhang mit ständig müden Augen auf.
  • In der Regel ist keine medizinische Behandlung erforderlich. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Augen entlasten – zum Beispiel durch eine optimale Beleuchtung und regelmäßige Ruhepausen. Bei einem Nährstoffmangel eignen sich Vitamin- und Nährstoffpräparate.
  • Zusätzlich können Sie bestimmte Augenübungen in Ihren Alltag einbauen, um Ihre Augen zu entspannen.

 

Quellen

Bausch-lomb.de – Müde Augen
amenita.de – Augentraining gegen müde Augen
gesundpedia.de – Müde Augen