Kontaktlinsen kaufen – aber wo?

Jedem Kontaktlinsenträger ist das schon einmal passiert: Kurz nicht aufgepasst, und schon ist die winzige Sehhilfe unauffindbar. Abgesehen davon, dass sie gelegentlich unwiederbringlich verloren gehen, haben Kontaktlinsen anders als eine Brille eine relativ begrenzte Lebensdauer und müssen öfter ausgetauscht werden. Das führt zu der Frage, bei welchen Bezugsquellen man notfalls auch sehr schnell Ersatz beschaffen kann.

Das erste Mal: Kontaktlinsen beim Augenarzt

Ihre erste Anlaufstelle für Kontaktlinsen ist immer der Augenarzt. Der Mediziner diagnostiziert die Sehschwäche, bestimmt die notwendigen Dioptrien und die Passform und stellt gegebenenfalls ein Rezept aus. Beim erstmaligen Anpassen von Kontaktlinsen sollte daher auf jeden Fall der Augenarzt konsultiert werden: So ist sichergestellt, dass die richtigen Werte für die Augen vorliegen und das geeignete Material für die Kontaktlinsen ausgewählt wird. Der Gang zum Arzt ist außerdem die beste Lösung, wenn keine gängige Sehschwäche wie Kurz- oder Weitsichtigkeit vorliegt, sondern eine krankhafte Veränderung der Augen, zum Beispiel eine Hornhautverkrümmung, ausgeglichen werden muss.

Kontaktlinsen-Kauf beim Optiker

Eine übliche Bezugsquelle für Kontaktlinsen ist der Optiker im Ladengeschäft. Sowohl die bekannten großen Ketten als auch eigenständige Filialisten haben eine große Auswahl an Kontaktlinsen vorrätig und führen auch sehr spezielle Linsen für den individuellen Bedarf. Der Optiker verfügt zudem über die Fachkompetenz, Kontaktlinsen anzupassen und zu beraten.

Kontaktlinsen-Kauf über die (Online-)Apotheke

Auch Apotheken führen Kontaktlinsen. Aufgrund der schwierigen Lagerung sind diese jedoch oft nicht vorrätig, sodass Sie die benötigten Linsen erst am kommenden Tag abholen können. Dabei ist aber grundsätzlich zu bedenken: Pharmazeuten sind in der Regel keine ausgebildeten Augenspezialisten. Eine fachkundige Beratung zur individuellen Sehschwäche kann ein Apotheker nur in sehr begrenztem Maß leisten.

Kontaktlinsen online und im Abo

Ein gängiger Bezugsweg für Kontaktlinsen sind die spezialisierten Onlineshops. Bei vielen Anbietern kann man Abonnements abschließen, bei denen automatisch und in regelmäßigen Abständen neue Kontaktlinsen zugesandt werden, sobald die Lebensdauer der alten erschöpft ist. Der Nachteil: Der Kunde muss bereits genau darüber informiert sein, welches Produkt er benötigt. Eine ausführliche Beratung zum individuellen Sichtproblem kann nicht geleistet werden, diese ist aber zwingend erforderlich, um die für die eigenen Augen optimale Linse zu finden. Zudem können online keine zwingend erforderlichen Nachkontrollen gewährleistet werden.

Kontaktlinsen-Kauf in der Drogerie

Selbst einige Drogerien bieten Kontaktlinsen an, haben diese aber nicht unbedingt im Laden zur Hand. Man kann sie jedoch im Onlineshop der Drogerie kaufen oder sich die Kontaktlinsen über die örtliche Filiale besorgen lassen. Hier lohnt sich ein Vergleich zwischen Optiker, Apotheke und Drogerie: Die Preisunterschiede können hier erheblich sein. Aber auch hier gilt, dass eine unumgängliche Anpassung und Nachkontrolle der Linsen nicht angeboten werden kann.

Fazit:

Wenn Sie genau wissen, welche Kontaktlinsen Sie benötigen, sprich: die genauen optischen Spezifikationen, Materialanforderungen und idealerweise auch einen Produktnamen kennen, stehen Ihnen zahlreiche Bezugsquellen offen.

  • Augenarzt: empfehlenswert für Erstverschreibung.

Pro: Fachberatung und Anpassung

  • Optiker:

Pro: Fachberatung, große Auswahl im Laden, gutes Preis-/Leistungsverhältnis;

  • Apotheke:

Pro: schnelle Beschaffung; Kontra: keine Fachberatung, Produkt meist nicht vorrätig

  • Online:

Pro: ggf. Abo-Bezug und Preis; Kontra: Produkt muss bekannt sein, keine Fachberatung

  • Drogerie:

Pro: schnelle Beschaffung; Kontra: nicht jede Drogerie bietet den Service, keine Fachberatung, meist nicht im Geschäft vorrätig, Produkt muss bekannt sein

Quellen:

http://www.zva.de/news/sauber-und-sicher-infektionen-durch-kontaktlinsen-vermeiden