Kontaktlinsen-Werte

 

Auf der Verpackung Ihrer Kontaktlinsen stehen die Werte, mit denen Ihre Sehschwäche korrigiert wird. Diese Angaben sind wichtig, wenn Sie neue Kontaktlinsen online oder bei einem anderen Optiker als bisher bestellen wollen. Falls Sie schon immer wissen wollten, was genau sich hinter den Abkürzungen und Zahlen verbirgt, erhalten Sie in diesem Artikel Antworten.

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Mit Kontaktlinsen lassen sich verschiedene Sehschwächen wie Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) oder Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) korrigieren. Dafür müssen verschiedene Eigenschaften Ihrer Augen ermittelt werden, um die Kontaktlinsen nach exakten Angaben anfertigen zu können. Falls Sie bereits einen Brillenpass besitzen, in dem Ihre Augenwerte festgehalten sind, beachten Sie bitte, dass diese nicht auf Kontaktlinsen übertragbar sind, sondern eigens für die Linsen zu ermitteln sind. Der wesentliche Unterschied liegt im Abstand zwischen Auge und Sehhilfe, der bei einem Brillenglas natürlich wesentlich größer ist als bei einer Kontaktlinse. Hinzu kommt, dass für die Kontaktlinse Werte wichtig sind, die für eine Brille keine Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel der Durchmesser der Pupille und die natürliche Krümmung der Hornhaut.

Ihre Kontaktlinsen: die Angaben auf der Packung

 

Die Werte, die Sie auf jeder Kontaktlinsenverpackung finden, sind Sphäre, Durchmesser und Basiskurve. Bei torischen Linsen, die bei einer Hornhautverkrümmung eingesetzt werden, kommen Zylinder und Achse hinzu. Für Bifokal- oder Mehrstärkenlinsen, die sowohl Kurz- als auch Weitsichtigkeit korrigieren, ist der Additionswert wichtig.

 

  • Stärke: Die Stärke, mit der die Kontaktlinsen eine Fehlsichtigkeit korrigieren, wird in Dioptrien angegeben. Sie ist unter der Abkürzung PWR (für „Power“) oder SPH (für „Sphäre“) auf der Verpackung zu finden. Der entsprechende Dioptrienwert ist mit einem Minus (bei Kurzsichtigkeit) beziehungsweise mit einem Plus (bei Weitsichtigkeit) gekennzeichnet.
  • Durchmesser: Der Durchmesser der Kontaktlinse wird mit dem DIA-Wert (engl. „Diameter“) in Millimetern angegeben. Er hängt sowohl vom Durchmesser der Hornhaut als auch vom Material der Linsen ab. Weiche Kontaktlinsen haben einen größeren DIA-Wert als harte, weil der Rand der Linse immer im weißen Bereich des Auges verbleiben soll. Sie sind mit durchschnittlich 14 mm Durchmesser rund 2 mm größer als harte Linsen, die den Rand der Hornhaut nicht berühren dürfen.
  • Basiskurve: Die Basiskurve wird mit der Bezeichnung BC (engl. „Basis Curve“) angegeben. Der entsprechende Wert gibt an, wie stark die Linse gekrümmt ist. Ein hoher BC-Wert steht für eine eher gering gekrümmte Kontaktlinse, ein niedriger für eine entsprechend stärker gekrümmte. Kontaktlinsen mit einem niedrigen BC-Wert passen sich gut kleinen Augen an.
  • Zylinder: Der Zylinderwert wird mittels der Abkürzung CYL oder ZYL in Dioptrien angegeben. Er beschreibt, wie stark die Hornhaut bei einem Astigmatismus gekrümmt ist. Für eine optimal sitzende Kontaktlinse muss er immer vom entsprechenden Achsenwert ergänzt werden.
  • Achse: Die Achse, abgekürzt AX oder ACH, wird mit einem Wert von 0 bis 180 Grad angegeben. Sie beschreibt die genaue Position der Hornhautverkrümmung. Wird der Achsenwert nicht exakt ermittelt, wird die Sehschwäche trotz Kontaktlinsen in der richtigen Stärke und mit dem richtigen Zylinder nicht ausreichend korrigiert.
  • Addition: Der Additionswert wird mit der Abkürzung ADD angegeben. Er legt die zweite Stärke bei multi- oder bifokalen Kontaktlinsen fest. Diese werden eingesetzt, wenn zwei Sehschwächen, zum Beispiel angeborene Kurzsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit, korrigiert werden sollen.