Der Glaskörper des Auges (Corpus vitreum)

Der Glaskörper (Corpus vitreum) liegt zwischen Linse und Netzhaut. Seine gelartige und durchsichtige Konsistenz hält die Form des Auges aufrecht und ist zugleich lichtdurchlässig.

glaskörper

Was ist der Glaskörper des Auges?

Der durchsichtige Glaskörper, auch Corpus vitreum genannt, nimmt mit einem Volumen von 4ml rund zwei Drittel des Augapfelinnenraums ein. Er stellt somit den größten Augenbestandteil dar. Der Glaskörper befindet sich zwischen Linse und Netzhaut und dient vor allem dazu, die Form des Augapfels zu erhalten.

Wie ist der Glaskörper aufgebaut?

Der Glaskörper verfügt über eine kugelförmige und transparente Struktur, die im vorderen Bereich eine becherförmige Vertiefung aufweist – die sogenannte Fossa patellaris. In diese Vertiefung ist die vor dem Glaskörper liegende Augenlinse eingebettet. Hinter dem Glaskörper liegt die Netzhaut (Retina). Der Corpus vitreum besteht zu 98 Prozent aus Wasser und beinhaltet weder Nerven noch Blutgefäße. Der hohe Wassergehalt ist auch die Ursache für seine hohe Transparenz. Die restlichen 2 Prozent entfallen auf Hyaluronsäure und Kollagenfasern. Aufgrund der wasserbindenden Hyaluronsäure besitzt der Glaskörper eine gelartige Konsistenz.

Welche Funktion hat der Glaskörper?

Der Glaskörper hat nicht nur die Aufgabe, die Augapfelform zu erhalten; seine Transparenz ist auch eine wichtige Voraussetzung für den ungehinderten Weg des ins Auge einfallenden Lichts. Die Lichtstrahlen werden von Hornhaut (Cornea) und Linse gebrochen sowie gebündelt und durchqueren auf ihrem Weg zur Netzhaut den gesamten, flüssigkeitsgefüllten Glaskörper. Daher wird der Glaskörper – obwohl er nur unwesentlich zur Lichtbrechung beiträgt – auch zum sogenannten dioptrischen Apparat des Auges gezählt.

Mögliche Erkrankungen des Glaskörpers

Erkrankungen am Glaskörper des Auges führen im Regelfall zu Beeinträchtigungen des Sehvermögens und können verschiedene Ursachen haben:

  • Gewöhnliche Alterungsprozesse
  • Degenerative Veränderungen, zum Beispiel bei Kurzsichtigkeit
  • Entzündungen
  • Blutungen

Auch Glaskörpertrübungen können das Sehvermögen einschränken, denn die Trübungen mindern die Lichtdurchlässigkeit des Glaskörpers.

Quellen

Andreas Berke: Biologie des Auges. Mainz: WVAO, 1999 (2. Auflage).

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