Menicon: Weiche und formstabile Kontaktlinsen aus Japan

Menicon ist ein japanischer Kontaktlinsenhersteller, der weltweit weiche und formstabile Linsen verkauft. Lesen Sie hier, wie Kyoichi Tanaka die Firma nach dem Zweiten Weltkrieg gründete und welche Kontaktlinsen es von Menicon gibt.

Die erste japanische Kontaktlinse

Der Japaner Kyoichi Tanaka begann 1946 mit der Arbeit in einem Optikergeschäft. Dort machte er sich bald einen Namen, denn die Brillen, die er entwarf, waren bei den Kunden sehr beliebt. Eines Tages kam die Ehefrau eines Offiziers der US Army in sein Geschäft und erzählte ihm von Kontaktlinsen. Kyoichi hatte bereits von dieser neuen Sehhilfe aus den USA und Europa gehört, aber noch nie selbst solche Linsen gesehen. Er bat die Frau, ihm die Linsen zu zeigen, doch das lehnte diese ab, weil sie Angst hatte, sie könnten kaputt gehen.

Fasziniert von der Idee, für eine Sehkorrektur keine Brille tragen zu müssen, begann Kyoichi damit, selbst Kontaktlinsen zu entwickeln. Dafür nahm er das Material PMMA, das er auch für die Herstellung von Brillengestellen verwendete. Im Februar 1951 hatte er sein erstes Paar harte Kontaktlinsen fertiggestellt. Er probierte sie an seinen eigenen Augen aus und verbesserte sie solange, bis sie sich angenehm tragen ließen. Schließlich begann er, die Linsen in Serie zu fertigen und zu verkaufen. Tagsüber arbeitete er noch immer im Optikergeschäft, doch schon 1952 war die Nachfrage nach seinen Linsen so groß, dass er seine Stelle kündigte. Zusammen mit seinem Bruder gründete er das Nippon Contact Lens Research Institute, das einige Jahre später den Markennamen „Menicon“ für seine Kontaktlinsen einführte. Weil damals noch niemand Geräte für die Kontaktlinsenfertigung herstellte, fertigte Kyoichi diese zusammen mit seinem Bruder selbst. Auch neue Linsenmaterialien entwickelte er.

Anfangs forschte und produzierte die junge Firma im Elternhaus von Kyoichi Tanaka, doch diese Räume wurden bald zu klein. 1957 zog die Firma in ein größeres Gebäude. 1964 stellte Kyoichi die erste weiche Kontaktlinse der Firma auf einer Konferenz vor. Da er jedoch mit ihr noch nicht zufrieden war, dauerte es weitere neun Jahre, bis die Linse mit dem Namen „Menicon Soft“ in den Handel kam.

Menicon war eine der ersten Firmen, die eine sauerstoffdurchlässige, formstabile Kontaktlinse auf den Markt brachten. Die „Menicon O2“ galt damals als ausgesprochen innovativ. Kyoichi ruhte sich auf diesem Erfolg aber nicht aus, sondern forschte weiter – er entwickelte unter anderem die Kontaktlinsen „Menicon EX“ und „Menicon Super EX“.

Menicon: Kontaktlinsen und Pflegemittel

Kyoichi Tanaka ist nach wie vor in seiner Firma aktiv; mittlerweile ist er Chairman des Unternehmens. Sein Sohn Dr. Hidenari Tanaka leitet Menicon als CEO. Wie in den Anfangsjahren entwickelt das Unternehmen nicht nur Kontaktlinsen, sondern auch neue Materialien, Linsengeometrien und Produktionstechnologien.

Menicon bietet verschiedene Kontaktlinsenarten an. Unter der Marke „Miru“ verkauft die Firma weiche Kontaktlinsen. Diese gibt es als Monatslinsen und als Tageslinsen. Auch eine Variante für die Korrektur einer Hornhautverkrümmung ist erhältlich. Die formstabilen und weichen Jahreslinsen von Menicon haben alle den Firmennamen im Namen. Die Linsenarten sind jeweils in mehreren Varianten erhältlich, zum Beispiel für Astigmatismus oder Alterssichtigkeit. Zu den Menicon-Linsen gehören:

  • Menicon EX: hochsauerstoffdurchlässige Jahreslinse, die sich auch für trockene Augen eignet und lange Tragezeiten ermöglicht.
  • Menicon Z: sehr sauerstoffdurchlässige, formstabile Kontaktlinse mit UV-Schutz.
  • Menicon Z Night: Ortho-K-Linse, die nachts die Form der Hornhaut korrigiert, sodass man tagsüber keine Sehhilfe benötigt.
  • Menicon Soft: weiche Jahreslinse, die individuell angepasst wird.

Menicon bietet außerdem verschiedene Kontaktlinsenpflegemittel an. Dazu gehören Solocare Aqua für weiche Kontaktlinsen sowie MeniCare Pure und MeniCare Plus, beides Kombilösungen für formstabile Kontaktlinsen. Der Progent Intensivreiniger entfernt hartnäckige Ablagerungen von harten Kontaktlinsen.